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Tantramassage – Sinnliches Ritual für eure Liebe

Wer sich mit dem Begriff „Tantra“ nicht auskennt, denkt dabei vielleicht in erster Linie an Sex. Doch damit hat Tantra zunächst einmal wenig zu tun. Im Tantra geht es um eine tiefe Verehrung des Körpers – und was könnte eine bessere Voraussetzung für die Körperlichkeit in eurer Partnerschaft sein? Deswegen beleuchten wir in diesem Artikel genauer, was es mit Tantra auf sich hat und wie ihr es in eurer Beziehung einsetzen könnt.

Vielleicht seid ihr schon darüber gestolpert, dass die Tantramassage etwas „spirituell angehaucht“ erscheint und auch mit ihrer ganz eigenen Sprache daherkommt. Tatsächlich ist Tantra eine sehr spirituelle Technik, was aber nicht bedeutet, dass ihr euer Schlafzimmer mit Tarotkarten und Räucherstäbchen füllen müsst. Spiritualität kommt von dem lateinischen Wort für „Geist“. Es geht also darum, mehr als das Körperliche zu erkunden – was ihr in eurer Partnerschaft wahrscheinlich sowieso schon tut.

Was passiert bei der Tantramassage?

Die Tantramassage ist eine Massage für den ganzen Körper – häufig auch inklusive des Intimbereichs. Wenn ihr schon einmal eine medizinische Massage in einer etwas klinisch anmutenden Physiotherapie-Praxis erlebt habt, findet ihr diesen Gedanken vielleicht wenig reizvoll.

Doch eine Tantramassage geht ganz anders zu. Zwar werden auch dieser Massage heilende Wirkungen zugesprochen, in erster Linie geht es aber darum, den Körper zu zelebrieren und zu verehren. Der Körper wird als etwas Heiliges betrachtet und daher voller Wertschätzung und Liebe berührt. 

Das erklärt auch die positiven Effekte der Tantramassage: Viele Menschen haben eine solche bedingungslose, liebevolle Berührung noch nie erlebt. Nicht selten fließen bei einer Tantramassage Tränen der Rührung, der Dankbarkeit oder der Freude. Auch die Sexualität kann sich dadurch vertiefen oder verändern.

Und wie ist das mit der Yoni- und Lingam-Massage?

Wenn ihr eine professionelle Tantramassage bucht, habt ihr in der Regel die Wahl, ob ihr auch eine Yoni- bzw. Lingam-Massage in Anspruch nehmen möchtet. Yoni ist Sanskrit und bedeutet „Ursprung“ – gemeint ist der Ursprung des Lebens, aber auch der Ursprung der weiblichen Göttlichkeit. Yoni bezeichnet die Vagina. Lingam ist das tantrische Wort für den Penis und bedeutet „Zeichen“. Es steht für die männliche göttliche Schöpferkraft.

Bei der Tantramassage werden also durchaus auch Yoni und Lingam massiert, und zwar auf die gleiche wertschätzende und liebevolle Art. Und was ist mit dem Orgasmus? Ja, der darf sein – muss aber nicht. Denn die Tantramassage verfolgt kein Leistungsziel, erwartet nichts und bewertet nichts. Alles darf sein, wie es ist.

Das ist auch eine unendlich wertvolle Basis für eure Partnerschaft. Die professionelle Tantramassage zu erlernen, dauert natürlich eine ganze Weile. Deswegen haben wir für euch ein paar grundlegende Techniken und Tipps zusammengestellt, die ihr miteinander ausprobieren könnt.

So nutzt ihr die Tantramassage in eurer Partnerschaft: Grundlagen

Bei der Tantramassage gibt es immer zwei Rollen: eine Gebende und eine Empfangende. Das ist wichtig, denn so kann der empfangende Partner sich voll und ganz der Berührung hingeben, ohne selbst etwas leisten oder eine Erwartung erfüllen zu müssen. Der gebende Partner hingegen konzentriert sich nur auf die Berührungen, die er schenkt, ohne von seinen eigenen Empfindungen abgelenkt zu werden.

Auch die richtige Stimmung ist wichtig für eine gelungene Tantramassage. Auf keinen Fall solltet ihr frieren! Warmes Licht, vielleicht Kerzenschein, und sanfte Musik tragen ebenfalls zur Atmosphäre bei. Für eine Massage ist ein fester, aber gepolsterter Untergrund wichtig. Das kann eine Massageliege sein oder auch eine weiche Decke auf dem Boden.

Der Sinn der Tantramassage ist es, sich vollkommen zu entspannen und fallenzulassen. Wenn ihr also einen bestimmten Duft oder ein Massageöl habt, das ihr besonders liebt, dürft ihr diese natürlich nutzen! Ganz wichtig: Vermeidet Störungen. Handy, Telefon, Klingel – all das sollte abgeschaltet sein. Für eine Tantramassage eignet sich am besten ein Abend, an dem ihr auch ohne Kinder seid. 

Tantramassage: Einfache Anleitung für den gebenden Partner

Diese ganz grobe Anleitung für eine Tantramassage könnt ihr gemeinsam zu Hause ausprobieren. Dazu entscheidet ihr, wer der gebende und wer der empfangende Partner sein wird. Der Empfangende liegt am Anfang der Massage auf dem Bauch, die Massage beginnt mit den Schultern und dem Rücken.

  1. Schritt: Verbundenheit spüren

Lege zunächst nur leicht die Hände auf den Rücken des Partners und gib euch beiden die Zeit, einander wahrzunehmen. Spüre zum Beispiel den eigenen Atem und den des Partners, die Körpertemperatur, die kleinsten Bewegungen.

  1. Schritt: Sanfte Berührungen

Streiche ganz zart mit den Händen über den Körper deines Partners. Dabei kannst du an den Schultern beginnen und über den Rücken, die Arme, den Po und schließlich die Beine streichen. Lass dich dabei von deiner Intuition leiten und versuche zu erspüren, was deinem Partner besonders guttut.

  1. Schritt: Kräftigere Massage

Verwende für diesen Schritt gern das Lieblingsöl deines Partners. Beginne an den Füßen und massiere ihn mit kreisenden Bewegungen. Auf diese Weise arbeitest du dich an den Unter- und Oberschenkeln entlang, dann über den Po, den Rücken und schließlich den Nacken und den Kopf. Bitte nun deinen Partner, sich auf den Rücken zu drehen, und beginne diesmal bei den Händen. Über die Arme wanderst du nach oben bis zum Gesicht, dann wieder abwärts über Brust und Bauch. 

  1. Schritt: Yoni- oder Lingam-Massage

Bei beiden Varianten kannst du sanft von außen nach innen massieren: Beginne also an den Hüftknochen, den Oberschenkeln und streiche dann sanft immer weiter nach innen. Die sensibelsten Stellen werden ganz zuletzt massiert, wenn der Partner das möchte. So kannst du zum Beispiel die Yoni von innen massieren oder auch die Eichel stimulieren. Aber immer sanft und liebevoll! Ziel ist hier nicht der Orgasmus, sondern die erregenden Empfindungen, die über lange Zeit anhalten.

  1. Schritt: Ausstreichen und ruhen

Vielleicht genießt es dein Partner, wenn du zum Abschluss noch einmal sanft über seinen gesamten Körper streichst. Danach darf dein Partner ruhen – du natürlich auch. An diesem Abend solltet ihr keine Erwartungen aneinander stellen, schon gar nicht, dass es anschließend zum Sex kommt. Genießt einfach die Stille und die Liebe, die ihr miteinander geteilt habt. Umso wilder darf dann eure nächste sexuelle Begegnung wieder werden.

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