Mehr über Cookies erfahren

Offene Beziehung – 3 Fehler, die alles zerstören

Offene Beziehung

Eine offene Beziehung führen – das klingt nach Freiheit, Abenteuer, Spaß am (Liebes-)Leben. Doch ist es wirklich so einfach? Wir haben für euch die Vor- und Nachteile von offenen Beziehungen zusammengetragen und vor allem herausgefunden, was es braucht, damit sie funktionieren – und welche 3 Fehler sofort alles zerstören können.

Das Thema „offene Beziehung“ ist nicht gigantisch: Nur 1 % der deutschen Paare wünschen sich eine solche Beziehung, 97 % geben an, dass Treue für sie die absolute Grundlage ist. Auf der anderen Seite lässt sich aber auch nicht leugnen: Monogamie kommt in der Tierwelt so gut wie gar nicht vor, der menschliche Sexualtrieb ist unabhängig von Liebe oder Beziehung. Gute Gründe für beide Seiten! Hier die Vor- und Nachteile:

Diese Vorteile hat eine offene Beziehung

Ein großer Vorteil, der für offene Beziehungen spricht: Besser als Fremdgehen ist es allemal. Immerhin sind die Außenkontakte abgesprochen, im Idealfall passiert nichts hinter dem Rücken des Partners. So bleibt das Vertrauen zwischen den Partnern bestehen – und damit hoffentlich auch die Liebe.

Gruppensex mit Männern und Frauen

Eine offene Beziehung kann eine sehr bewusste Beziehung sein. Denn wenn Sex außerhalb der Partnerschaft erlaubt ist – was macht uns dann eigentlich noch als Paar einzigartig? Die Antwort auf diese Frage kann sehr tief gehen und eine ganz neue Verbundenheit in der Beziehung schaffen. Auch die Ehrlichkeit und die Offenheit, die in einer offenen Beziehung notwendigerweise vorhanden sein sollten, können euch als Paar näher zusammenbringen, als es vielleicht in einer „geschlossenen“ Partnerschaft möglich gewesen wäre.

Und nicht zuletzt: Eine offene Beziehung gibt euch als Paar einen Entwicklungsschub. Sie fordert Kommunikation und Zusammenhalt und bringt immer neue Impulse in eure Partnerschaft – auch im Bett. Denn von anderen Partnern bringt ihr neue Inspiration mit, die auch euer Liebesleben bereichern kann. Der feste Partner wirkt wieder attraktiver, ihr spürt mehr Energie und Lust auf Neues. Also rundum eine tolle Sache?

Aber es gibt auch Herausforderungen …

Jeder schläft mit jedem und alle sind glücklich? So einfach ist es lange nicht. Im Gegenteil: In einer offenen Beziehung müssen noch viel klarere Regeln und Absprachen her als in einer „traditionellen“ Partnerschaft. Denn plötzlich greifen die Beziehungsbilder der Gesellschaft nicht mehr. Ihr dürft – und müsst! – miteinander genau klären, was erlaubt ist und was nicht.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, Sex und Liebe klar zu trennen. Was unterscheidet die Außenbeziehung von der eigentlichen Beziehung? Sind wir als Paar noch einzigartig? Wie können wir einander als Paar das Gefühl geben, dass unsere Beziehung dennoch an erster Stelle steht? All diese Fragen erfordern viele ehrliche Gespräche und jede Menge Offenheit auf beiden Seiten.

Auch nicht zu unterschätzen: die Kommentare von außen. Wie findet es die Schwiegermutter, wenn der Schwiegersohn plötzlich mit drei Frauen schläft? Stress beim Weihnachtsessen ist vorprogrammiert. Nun gilt es für euch als Paar, fest zusammenzuhalten. Wer soll von eurem Beziehungskonzept wissen? Könnt ihr beide voll dafür einstehen, ohne die Meinungen anderer in eure Beziehung zu lassen? Und so weiter.

Indicent Affair

3 tödliche Fehler in einer offenen Beziehung

Eine offene Beziehung kann eine großartige Möglichkeit sein, eure Bedürfnisse auszuleben und euch gemeinsam als Paar zu entwickeln. Entsteht eine solche Beziehung jedoch aus der falschen Motivation heraus, kann sie ebenso schnell das Ende der Beziehung bedeuten. Wir verraten euch daher die 3 Fehler, die ihr auf keinen Fall machen solltet:

Fehler Nummer 1: Die offene Beziehung entsteht aus einem Mangel heraus

Nichts Neues mehr im Bett, nicht genug Zuwendung vom Partner, alles ist irgendwie langweilig geworden – solche Gründe sind pures Gift für eine offene Beziehung. Denn eine offene Beziehung erfordert nicht weniger, sondern mehr Verbundenheit, Vertrauen und Liebe von euch als Paar! Sie ist keine Lösung für das, was zwischen euch als Paar nicht stimmt.

Und wenn das Sexleben nun tatsächlich langweilig geworden ist? Oder ihr immer weniger miteinander unternehmt oder redet? Dann ist das eure Chance, gemeinsam an eurer Partnerschaft zu arbeiten. Unter Umständen auch mit einer Paartherapie – diese wird eure Beziehung sehr viel wahrscheinlicher retten als weitere Sexualpartner.

Fehler Nummer 2: Die offene Beziehung wird nur aus Angst toleriert

Der Klassiker: Ein Partner spricht immer öfter darüber, dass er gern Sex außerhalb der Beziehung haben würde. Und deutet vielleicht sogar an, dass er sich eine „geschlossene“ Beziehung nicht mehr vorstellen kann. So entsteht ein enormer Druck für den anderen Partner – und dieser stimmt zu, um die Beziehung zu retten, obwohl der Bauch eigentlich „Nein!“ schreit.

Unter solchen Umständen ist eure offene Beziehung zum Scheitern verurteilt. Eifersucht, Misstrauen und Streit lassen mit Sicherheit nicht lange auf sich warten. Eine stabile offene Beziehung entsteht aus Liebe und Bedingungslosigkeit heraus – niemals aus Angst.

Fehler Nummer 3: „Alles ist erlaubt!“

Manche Paare starten in eine offene Beziehung mit der Vorstellung, dass nun endlich „alles erlaubt“ sei. Keine Regeln mehr, keine Grenzen, einfach frei die eigene Lust ausleben.

Das erste Mal anal

Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Von Anfang an muss euch beiden klar sein, für welche Dinge ihr eure Beziehung öffnet – und was euch allein als Paar vorbehalten bleibt. Sex okay, Küssen verboten? Affäre ja, aber nur für eine Nacht oder zwei? Mit anderen schlafen, aber über emotionale Themen reden nur mit dem Partner?

Solche klare Regeln helfen euch, euch als Paar neu zu definieren und eure Beziehung von dem abzugrenzen, was ihr mit anderen Partnern erlebt. So kann eine tiefe Verbundenheit zwischen euch entstehen – die ganz ohne Eifersucht auskommt.

Und was ist eigentlich „Polyamorie“?

Eine Weiterentwicklung der offenen Beziehung ist die Polyamorie: ein Beziehungsmodell, in der ihr andere Partner ebenso lieben könnt wie den eigenen. Manchmal werden mehrere gleichwertige Beziehungen nebeneinander geführt, sogar Familien gegründet – alles mit dem Einverständnis aller Partner. Klar, dass solche Beziehungen auch ein ziemliches Konfliktpotenzial haben. Auch hier gilt also: reden, reden, reden!

Natürlich kann es trotz aller Absprachen passieren, dass sich einer von euch in einer offenen Beziehung neu verliebt – auch wenn das eigentlich nicht geplant oder gewünscht war. Auch dann sind Offenheit und Ehrlichkeit angesagt. Eine Außenbeziehung oder -liebe muss nicht das Ende eurer Beziehung bedeuten, wenn ihr beide bereit seid, daran zu arbeiten.

Und nun … sind wir ganz gespannt auf eure Meinungen zum Thema, direkt hier im Blog oder auch auf unserem Instagram-Account! Viel Spaß dabei. 😊

Weitere Tipps für euer Sexleben könnt ihr gemeinsam in unserem E-Book entdecken: 10 Tipps, mit denen du sofort neues Feuer in dein Sexleben bringst – auch wenn du bereits guten Sex hast.

10 tipps Amorjoya e-book
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Alle. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.