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Lesbischer Sex mit und ohne Toys

Lesbischer Sex ist zärtlicher, liebevoller und sinnlicher als Hetero-Sex – so lautet zumindest das viel zitierte Vorurteil. Aber wie genau haben zwei Frauen eigentlich Sex miteinander? Geht das überhaupt? Ja, klar. Und wir erzählen euch in diesem Artikel, welche tollen Möglichkeiten Frauen zur Verfügung stehen, um ihr Sexleben mindestens genauso erfüllt zu gestalten wie jedes Hetero-Pärchen.

Die uralte Geschichte der „Lesben“

Wusstet ihr, dass es vor rund 2600 Jahren ganz normal war, über die Liebe unter Frauen zu schreiben? Ein Privileg, dass wir uns über viele Jahrhunderte zurückerobern mussten! Damals lebte im Alten Griechenland eine Lyrikerin namens Sappho. Sie unterrichtete junge Frauen in Dichtung, Kunst, Musik, aber auch Philosophie – und zwar auf der Insel Lesbos.

Ob Sappho tatsächlich auch Liebschaften mit ihren Schülerinnen hatte, wird wohl nie abschließend geklärt werden können. Auf jeden Fall schrieb sie aber selbst recht eindeutige Gedichte und trat mit ihren Schülerinnen zu festlichen Anlässen auf. Heute wird auf der Insel Lesbos jährlich das Fest der lesbischen Liebe gefeiert – ziemlich cool, wie wir finden!

Okay, und wie ist das jetzt mit dem Sex?

Lesbischer Sex kann, muss aber nicht die Penetration als Bestandteil haben – was natürlich ebenso für den Hetero-Sex gilt. Dennoch bekommen lesbische Pärchen noch immer die Frage zu hören: „Sagt mal, wie habt ihr eigentlich Sex?“

Die Antwort ist ganz einfach: Genau so, wie es eben Spaß macht. Darin unterscheiden sich Lesben (oder bi- oder transsexuelle Frauen) überhaupt nicht von anderen Menschen.

Ist lesbischer Sex liebevoller als Hetero-Sex?

Umfragen scheinen zu zeigen, dass Frauen den Sex mit anderen Frauen insgesamt als zärtlicher, einfühlsamer und sogar befriedigender empfinden. Jedoch heißt das nicht, dass es nicht auch bei Lesben im Bett mal richtig zur Sache geht. Harter Sex, Dirty Talk, BDSM, One-Night-Stands, Affären – all das und mehr gibt es bei lesbischen ebenso wie bei heterosexuellen Pärchen.

Allerdings nimmt tatsächlich – aus offensichtlichen Gründen – die Penetration oft einen geringeren Stellenwert im Liebesleben zweier Frauen ein. Dementsprechend kommen Hände und Münder mehr zum Einsatz. Auch der Druck, dass Sex in einem Orgasmus gipfelt, scheint insgesamt geringer empfunden zu werden, was natürlich aber nichts über das Liebesleben jedes einzelnen aussagt.

Häufige Sexpraktiken für zwei (oder mehr) Frauen

Grundsätzlich stehen Frauen fast alle Sexpraktiken zur Verfügung, die auch Hetero-Pärchen miteinander ausleben. Für manche Stellungen sind Toys vonnöten, damit sie auf die gleiche Weise genossen werden können. Hier stellen wir euch ein paar geläufige Praktiken für lesbischen Sex mit und ohne Toys vor.

Lesbischer Sex ohne Toys

Die Tribadie: Der Begriff „Tribadie“ kommt von dem altgriechischen Wort „tribein“, das „reiben“ bedeutet. Klar, auch Hetero-Pärchen reiben sich gern aneinander. 😊 Für lesbische Pärchen nimmt das Reiben jedoch eine besondere Stellung ein. Viele Frauen kommen allein dadurch zum Orgasmus, dass sie ihre Klitoris am Körper (Intimbereich oder auch anderswo) der Partnerin reiben. Die Praktik war so bekannt, dass „Tribadie“ bis zum 20. Jahrhundert sogar als Synonym für die weibliche Homosexualität galt.

Lippen und Zunge: Oralsex ist für viele lesbische Pärchen ein sehr wichtiger Bestandteil. Von ganz sanften Berührungen mit der Zungenspitze bis hin zur intensiven Stimulation der Klitoris oder Penetration mit der Zunge ist alles möglich. Auch Knabbern, Lecken, Saugen und Küssen machen viel Spaß und müssen sich natürlich keinesfalls auf den Intimbereich beschränken. Schließlich haben Frauen viele erogene Zonen, die sich mit einer anderen Frau besonders leicht erforschen lassen. Lesbische Liebe

Erotische Massage: Der gesamte Bereich von Vulva und Vagina ist eine einzige erogene Zone. Während Hetero-Frauen sich manchmal darüber beklagen, dass ihr Partner sich nicht genug Zeit zum Erforschen nimmt, wissen lesbische Frauen von vornherein recht gut über den Intimbereich der Partnerin Bescheid. Ganz ohne Toys könnt ihr viel Zeit damit verbringen, sanft Venushügel, Schamlippen, Scheideneingang und auch die Vagina inwendig zu erkunden, zu streicheln, zu massieren und zu stimulieren. Die Stimulation der Klitoris ist dann nur noch das i-Tüpfelchen und kann zu kraftvollen Orgasmen führen.

Penetration: Gibt’s natürlich auch unter Frauen. Wenn ihr auf Toys verzichtet, stehen immer noch Zunge und Finger zur Verfügung. Manche Frauen empfinden bereits das Einführen eines einzelnen Fingers als sehr befriedigend, andere stehen auf Fisting oder anale Stimulation. Wie immer: Erlaubt ist, was Spaß macht.

Lesbischer Sex mit Toys LELO MONA WAVE G-Punkt Vibrator Deep Rose main

Der Vibrator dürfte bei sehr vielen lesbischen Pärchen zum Einsatz kommen. Er lässt sich sowohl einführen als auch zur intensiven Stimulation der Schamlippen, des Scheideneingangs oder der Klitoris verwenden. Zwei Frauen, die eng verschlungen aneinander liegen, können sich zugleich mit nur einem Vibrator befriedigen. Übrigens: Super ist auch ein Vibrator mit G-Punkt-Stimulation.

 

Ein Strap-on (Umschnalldildo) ermöglicht auch bei lesbischem Sex die vollständige Penetration. Manche Frauen berichten, der Strap-on fühle sich fast echt an und gebe ihnen das Gefühl, die Partnerin vollkommen ausfüllen zu können. Der Vorteil beim lesbischen Sex: Mit einem Strap-on können die Partnerinnen leicht die Rollen tauschen und den gemeinsamen Sex so aus beiden Perspektiven erleben.

 

Mit dem Doppeldildo kommt auch doppeltes Vergnügen: Die gleichzeitige Penetration auf genau die

gleiche Art ist eine Spielweise, die Hetero-Pärchen vorenthalten bleibt. Wenn ihr also auf Penetration steht – was durchaus nicht bei allen lesbischen Pärchen der Fall ist –, dann ist ein Doppeldildo ein tolles Spielzeug für euch.

Auch beim lesbischen Sex wichtig: Der richtige Schutz

Das leidige Thema Verhütung fällt bei euch als Frauenpärchen natürlich weg – eine nicht zu unterschätzende Erleichterung!

Für Geschlechtskrankheiten gilt das leider nicht. HIV, Chlamydien oder auch das HP-Virus – all diese werden auch bei Sex unter Frauen übertragen. Statt Kondom gibt es für Frauensex sogenannte „Lecktücher“ (auch „Latextücher“), die über den Intimbereich gelegt werden. Diese sind sehr dünn und sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Wenn du deine Partnerin schon sicher kennst oder sie nur mit den Fingern befriedigst, ohne dass du selbst mit ihren Körperflüssigkeiten in Berührung kommst, kannst du auf solchen Schutz natürlich verzichten.

Übrigens: Auch für lesbischen Sex gilt: Gleitmittel ist immer eine gute Idee.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Experimentieren und freuen uns über eure Kommentare zum Thema.

 

 

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