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Glückliche Beziehung: Hollywood vs. Realität

Glückliche Beziehung

Was macht eine Beziehung glücklich? „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ oder doch lieber „Gegensätze ziehen sich an“? Liebe auf den ersten Blick oder vorher alles bei Tinder & Parship abchecken? Weder noch – oder beides. Die Antwort liegt nicht am Anfang eurer Beziehung, sondern an dem Punkt, an dem der Alltag einsetzt. Wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist, habt ihr die Chance, eure Beziehung glücklich und einzigartig zu machen. Wir geben euch Tipps und Denkanstöße dazu.

Beziehungsbilder: Wie sollte eine Beziehung sein?

Auf diese Frage hat jeder von uns andere Antworten im Kopf. Meistens unbewusst und unausgesprochen. Und schon sind wir beim ersten Stolperstein: Denn wenn ich finde, es gehört zu einer Beziehung, möglichst viel zusammen zu machen, absolut treu zu sein und drei Kinder zu haben – und mein Partner findet Urlaub alleine cool, flirtet gern mal mit anderen und liebt seine Unabhängigkeit … dann kracht es.

Das Problem ist: Die meisten von uns sprechen nicht über ihre Beziehungsbilder, denn häufig wissen wir gar nicht so genau, wie sie aussehen. Das ist gleich die erste Aufgabe für euch: Nehmt euch eine gemeinsame Auszeit und widmet diese einmal nur dem Abgleich eurer Beziehungsbilder. Was bedeutet „(glückliche) Beziehung“ für jeden von euch? Woher kommen diese „Regeln“? Welche passen zusammen und welche nicht? Und vor allem: Welche davon wollt ihr behalten?

Die größte Beziehungsbildlüge aller Zeiten

Der Held und die Heldin liegen beim Sonnenuntergang Arm in Arm am traumhaften Strand von Mauritius. Die Wellen schwappen sanft, die Luft ist sommerwarm und es gibt kein einziges Problem in der Welt.

So enden Hollywood-Filme, nachdem das Paar durch Irrungen und Wirrungen zueinander gefunden hat. Doch eigentlich – das wissen wir alle – geht’s nach dem Filmende erst los. Am Strand von Mauritius eine glückliche Beziehung führen kann jeder.

Yoga paar Romantik am Strand

Schwieriger wird’s, wenn euer erstes Kind seit drei Monaten nicht durchschläft und dann noch in euer Ehebett kotzt. Oder wenn ihr zwischen Regelschmerzen und Potenzstörungen damit umgehen müsst, dass euer Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Oder wenn die Schwiegermutter sich in die Beziehung einmischt und damit zum ersten Mal den „Sie oder ich“-Konflikt auslöst. JETZT geht die Arbeit los.

Eine glückliche Beziehung ist wie ein Job

Sie kann super erfüllt sein und Spaß machen, aber ihr dürft auch etwas dafür tun. Übrigens: Wie lange hat es gedauert, bis ihr in eurem Job richtig gut wart? Jahre? Warum erwartet ihr dann von euch, nach kurzer Zeit schon eine super glückliche Beziehung zu führen? Beziehung ist Lernen. Aber auch das Lernen darf Spaß machen. ?

In diesen vier Bereichen gibt es in den meisten Beziehungen besonders viel Lernpotenzial:

1. Nähe und Distanz

Wie viel Zeit wollt ihr gemeinsam verbringen? Welche Interessen teilt ihr miteinander? Was wollt ihr zusammen machen und wo wünscht ihr euch mehr Freiraum? Habt ihr auch noch Freunde, die ihr nicht nur in der „zwei Pärchen“-Kombination trefft?

Selten wünschen sich beide Partner gleich viel Nähe oder Distanz. Das gilt für Sex, aber auch für Kuscheln, Hobbys oder „einfach mal reden“. Geht gemeinsam auf Forschungsreise und findet heraus, wer welche Bedürfnisse hat.

Übrigens: Eure Wünsche zu kennen, ist noch nicht alles. Denn nun geht es um Lösungen – und gerade, wenn ein Partner Kontakt will und der andere Ruhe braucht, sind oft keine Kompromisse möglich. Da hilft nur: offen miteinander reden und verstehen, dass der Partner etwas anderes braucht – und keine Ablehnung darin steckt. Das ist ein wichtiger Schritt für eine glückliche Beziehung.

2. Dein Partner ist dein Spiegel

Wir werfen unserem Partner immer genau das vor, was wir selbst in uns als Problem sehen – meistens unbewusst. Dein Partner hat zu wenig Zeit für dich? Wie viel Zeit nimmst DU dir für dich? Oder du meinst, dein Partner hört dir nicht gut zu. Hörst du ihm zu? Hörst du dir selbst zu? Wenn du das Gefühl hast, nicht ernstgenommen zu werden – wie ernst nimmst du dich selbst? Erwartest du von deinem Partner Dinge, die du dir selbst oder ihm nicht gibst?

Wie ein Job im Bett

Uns diese Fragen zu stellen, kann echt hart sein. Aber erst wenn wir uns selbst beobachten und in uns hineinhorchen, können wir uns entwickeln. Indem wir verstehen: „Hey! Das hat ja was mit mir zu tun!“ – hören wir auf, unserem Partner für alles die Schuld zu geben und fangen stattdessen bei der EINEN Person an, die in unserem Leben wirklich etwas verändern kann. Richtig, das bist du. ?

3. Streit – aber richtig!

Eine gute Frage, die ihr euch gleich zu Anfang stellen könnt, wenn ihr euch in Richtung Streit bewegt: Ist es mir das wirklich wert? Ist mir mein Standpunkt so wichtig, dass ich meinen Partner verletzen, anschweigen, anschreien oder gar verlassen will? Manchmal ist die Antwort Ja, und das ist okay. Aber die Frage kann auch achtsam machen und zu konstruktiverem Streit führen.

Ein weiterer guter Tipp: atmen. Wenn du merkst, dass dir ein Kommentar deines Partners Sternchen vor die Augen zaubert, hole einmal ganz tief Luft, bevor du antwortest. Oder erbitte dir Zeit, um darüber nachzudenken. Frage dich auch: Wie geht es mir gerade? Bin ich vielleicht empfindlicher als sonst, weil ich Stress habe oder schlecht geschlafen habe? Wenn ja, kann es sich lohnen, das Gespräch zu vertagen. Dann könnt ihr wieder bewusster und achtsamer miteinander sprechen.

4. Aufs Positive konzentrieren

Unser Gehirn hat die Aufgabe, unser Überleben zu sichern. Das hat viele Vorteile, aber auch einen entscheidenden Nachteil: Es ist viel besser darin, negative Dinge zu bemerken, als positive. Studien haben gezeigt, dass auf eine Kritik neun (!) positive Aussagen kommen müssen, damit ein Paar eine wirklich glückliche Beziehung führen kann. Bei Paaren, bei denen das Verhältnis unter 5:1 sank, stieg die Trennungsrate an.

Das bedeutet für euch: Nehmt euch Zeit – am besten täglich –, um euch gemeinsam daran zu erinnern, was an eurer Beziehung gut ist. Was ihr aneinander liebt. Welche schönen Erinnerungen ihr teilt. Was ihr schon gemeinsam geschafft habt. Welche Ziele ihr noch habt. Was euch als Paar einzigartig macht. Mit einem solchen Ritual steigen eure Chancen für eine glückliche Beziehung.

Wir wünschen euch ganz viel Freude dabei!

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