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Feuchte Träume genießen oder vermeiden? Hier lernst du beides!

Der erste feuchte Traum ist gerade für heranwachsende Männer halb peinlich und halb „doch irgendwie cool“ – immerhin markiert er den Beginn der Geschlechtsreife. Frauen kriegen von feuchten Träumen viel weniger mit. Wir schauen uns an, wie die sogenannten „Nassträume“ zustande kommen, was sie bedeuten und wie du sie vermeiden oder sogar trainieren kannst.

Was sind „feuchte Träume“ überhaupt? Medizinisch sind einige unterschiedliche Begriffe im Umlauf, zum Beispiel die „Pollution“ – vom lateinischen „beschmutzen“. Das ist auch ziemlich genau das, was wir meinen, wenn wir umgangssprachlich von feuchten Träumen reden: Ein Mann hat einen erotischen Traum und dadurch einen unwillkürlichen Samenerguss im Schlaf – meist erkennbar an den Flecken, die am Morgen auf der Bettwäsche zu finden sind.

Aber nicht nur Männer können feuchte Träume haben. Auch wenn die meisten Frauen nicht ejakulieren und somit am nächsten Morgen auch keine Spuren zu finden sind, berichten immerhin rund 30 % der Frauen, dass sie schon mal einen Nasstraum gehabt haben. Bei den Männern sind es ganze 80 % – viele davon regelmäßig. Womit wir auch schon bei der nächsten Frage wären:

Sind feuchte Träume normal?

Klare Antwort: Ja! Die Träume sind einfach so glaubhaft, dass der Mensch körperlich darauf reagiert – zum Beispiel mit beschleunigtem Puls, tieferer Atmung oder bei Männern auch mit einer Erektion. Und je erotischer der Traum, desto wahrscheinlicher eben auch der Orgasmus. Das ist erst einmal ein gutes Zeichen: Der Körper funktioniert, wie er soll, und ist augenscheinlich gesund. Also Pluspunkt für den feuchten Traum! 😊

Wenn wir schlafen, werden in unserem Gehirn unter anderem auch die Bereiche stimuliert, die für starke Gefühle zuständig sind. Gerade Liebe, Erotik und sexuelles Verlangen gehören dazu – kein Wunder also, dass Sexträume ziemlich häufig vorkommen.

Oft denken wir an die Pubertät, wenn das Gespräch auf feuchte Träume kommt. Zu Recht, denn da werden sie – gerade bei Männern – meist als Erstes bemerkt. Viele Menschen (Männer ebenso wie Frauen) haben aber ihr ganzes Leben lang feuchte Träume, manche regelmäßig, manche nur hin und wieder. Es scheint zumindest teilweise von den Umständen abzuhängen: Man kann feuchte Träume in gewissem Maß kontrollieren.

So kannst du feuchte Träume vermeiden oder trainieren

Spaß auch nachts? Für viele ist das eine erregende Vorstellung, und mancher Single wünscht sich, wenigstens im Traum seine Fantasien so richtig ausleben zu können. Vielleicht hast du schon einmal den Begriff „luzides Träumen“ gehört. Diese Träume, auch „Klarträume“ genannt, zeichnen sich dadurch aus, dass du die volle Kontrolle darüber hast: Du verstehst, dass du träumst, und kannst selbst steuern, was geschieht. Na, schießen dir gerade auch alle möglichen erotischen Szenarien durch den Kopf? 😉

Klarträumen ist aber eine Trainingsfrage und kann sehr viel Übung erfordern. Es gibt jedoch auch einfachere Tricks, die dir helfen können, im Schlaf einen Orgasmus zu erleben:

  • Enthaltsamkeit: Wenn du längere Zeit keinen Sex hattest, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du einen feuchten Traum hast.
  • Fokus: Wer oft an Sex denkt, träumt auch eher davon. Auch was du in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen machst, wirkt sich auf deine Träume aus. Wie wäre es mit erotischer Lektüre?
  • Schlafposition: Beim Schlafen auf dem Bauch werden – besonders bei Männern – die Geschlechtsteile berührt oder stimuliert. Das allein kann bereits einen feuchten Traum auslösen.

Und wenn du gar keine feuchten Träume haben möchtest?

Feuchte Träume vermeiden?

In der Vergangenheit gab es religiöse Gründe, feuchte Träume zu vermeiden. Im Christentum beispielsweise sollte sich ein Mann nach einem Nasstraum erst einmal einer rituellen Reinigung unterziehen, bevor er wieder Kontakt zur Gemeinde aufnahm. Manche Kulturen glauben noch heute, dass dem Mann mit der Ejakulation Lebensenergie verloren geht – und die sollte dann natürlich nicht im Schlaf „verschwendet“ werden.

Für die meisten dürften aber praktischere Gründe hinter dem Wunsch stecken, feuchte Träume zu vermeiden – etwa die Flecken auf der Bettwäsche. Gerade bei der ersten Übernachtung bei der neuen Freundin ist das vielleicht nicht so der Hit. Was kannst du also tun?

Zunächst einmal kannst du die Tipps aus dem obigen Abschnitt ins Gegenteil umkehren: also nicht auf dem Bauch schlafen, dich vor dem Schlafengehen von erotischen Gedanken ablenken und hin und wieder selbst „nachhelfen“. Aber auch Sport und bewusste Entspannung können helfen, denn offenbar treten feuchte Träume häufiger auf, wenn der Schlafende tagsüber gestresst ist. Wir finden allerdings: Hey, was reduziert Stress besser als ein Orgasmus? 😉

Was bedeuten die erotischen Träume?

Es gibt keine Traumdeutung, die jeden Traum für jeden Menschen 100%ig erklärt – klar. Dennoch stecken in erotischen Träumen häufig ähnliche Botschaften des Unterbewusstseins. Auf der Hand liegt natürlich, dass es dabei um sexuelles Verlangen geht oder um das Bedürfnis, bestimmte Fantasien auszuleben – dann ist der Traum sehr klar und deutlich. Auch wenn eine bestimmte Person in deinem Sextraum auftaucht, kann es sein, dass du dich zu dieser hingezogen fühlst.

Das Ganze kann aber auch wesentlich symbolischer gedeutet werden. Dann stehen sexuelle Handlungen, die du in der Realität vielleicht gar nicht erlebst oder erleben möchtest, möglicherweise für die Sehnsucht, etwas Verbotenes auszuprobieren oder auszuleben – und das muss nicht einmal etwas mit Sex zu tun haben.

Darüber hinaus ist auch interessant, welche Personen in deinen feuchten Träumen auftauchen: Vorurteile im Kopf

  • Sex mit Menschen aus dem Job: Du hast im Traum wilden Sex mit einem Kollegen oder deinem Chef? Dann geht es vielleicht darum, dass du dich beruflich gern weiterentwickeln oder einen Karrieresprung machen würdest.
  • Sex mit einem Menschen des gleichen Geschlechts: Das heißt nicht, dass du schwule oder lesbische Tendenzen hast. Es kann aber bedeuten, dass du dir als Frau mehr Zuneigung, Verständnis und Zärtlichkeit – eben wie von einer Frau – wünschst oder dass du dich als Mann gern männlicher und stärker fühlen würdest.
  • Sex mit einem Menschen, den du nicht kennst: Ein solcher Traum weist dich auf Sehnsüchte hin, die du noch gar nicht bewusst wahrnimmst. Vielleicht gibt es hier spannende neue Seiten an dir zu entdecken?
  • Sex mit einem anderen, obwohl du einen Partner hast: Hier steigt oft die Sorge hoch, ob in der eigenen Beziehung alles in Ordnung ist. Keine Angst, Fremdgehen im Traum hat mit Fremdgehen im echten Leben nichts zu tun. Es können aber Frust oder unerfüllte Sehnsüchte dahinterstecken – und auch diese müssen nicht einmal unbedingt mit deinem Partner zusammenhängen.

Das war’s für heute. Wir freuen uns auf deine Story zum Thema feuchte Träume – vielleicht teilst du ja sogar dein erstes Erlebnis in dieser Richtung mit uns?

 

 

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