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10 Tipps gegen Stress in der Beziehung – So bleibt deine Partnerschaft gesund

Schleicht sich auch bei dir in der Partnerschaft manchmal ganz unbemerkt der Stress ein? Fragst du dich, wie du die Wogen am besten wieder glätten kannst oder sie gar nicht erst entstehen lässt? Dann ist dieser Artikel der richtige für dich. Wir zeigen dir, wie du auch in stressigen Phasen wirkungsvoll wieder Balance in deine Beziehung bringst, sodass der Stress euch nichts anhaben kann.

Warum sind wir überhaupt so gestresst? Zwischen Beruf, Familie, Freizeit und tausend Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen kommen viele von uns nicht mal selbst zur Ruhe, geschweige denn mit dem Partner. Das Gefährliche ist dabei, dass wir vom Stress oft gar nicht so viel mitkriegen – bis es dann plötzlich in der Beziehung kracht.

Richtigen Stress in der Beziehung erkennst du zum Beispiel an folgenden Signalen:

  • mangelndes Interesse: Jahrestag vergessen, kein Anruf bei Verspätungen, kein „Schatz, wie war dein Tag?“ – solche scheinbaren Kleinigkeiten sind klassische Anzeichen von Stress in der Beziehung.
  • fehlende Rücksichtnahme: Meist steckt fehlender Respekt dahinter – häufig ausgelöst durch Stress. Besonders gefährlich wird’s, wenn sich deine beziehungsweise eure Wahrnehmung verändert und der sonst heiß geliebte Partner plötzlich nur noch lauter nervige Eigenheiten zu haben scheint.
  • gegenseitige Erziehung: Du willst deinen Partner verändern oder er lässt dich nicht in Ruhe mit seiner Vorstellung davon, wie du sein sollst? Das ist ein schlechtes Zeichen – höchste Zeit, den Stress aus eurer Beziehung zu nehmen.
  • kein Sex & keine Zärtlichkeiten mehr: Oft zeigt sich erst im Sexleben, was unter der Oberfläche schon lange schwelt. Dass Sex im vollen Alltag mit Kind und Kegel mal zu kurz kommt, ist nicht ungewöhnlich. Aber wenn selbst die liebevollen Kuss- und Umarmungsrituale zum Erliegen kommen, solltet ihr der Ursache auf den Grund gehen.
  • Freundschaft statt Liebe: Klar sollte neben eurer Beziehung auch Platz für Freunde sein – und nicht unbedingt nur gemeinsame Freunde. Doch wenn ihr plötzlich lieber nur noch mit euren Freunden auf Achse seid, statt euch gemeinsam einen schönen Abend zu machen, fragt euch, warum das so ist: Ist die Beziehung möglicherweise zu anstrengend geworden?

Warum es wichtig ist, Stress in der Beziehung früh zu erkennen

Je eher ihr diese und ähnliche Warnsignale erkennt, desto besser. Denn Stress verschwindet meist nicht von allein und kann noch unangenehmere Auswirkungen auf eure Beziehung haben. Mit schwindendem Respekt und mangelnder Rücksichtnahme entsteht Raum für Sticheleien, für Sarkasmus, für Eifersucht und kontrollierendes Verhalten … alles Dinge, die es zu vermeiden gilt.

Übrigens: Wenn dein Stress zu groß wird, kann das dich und deine Partnerschaft krank machen. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern wirklich so: Stockholmer Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die dauerhaft unter Beziehungsstress leiden, anfälliger für Herzerkrankungen und Herzinfarkte sind – und ganz besonders gilt das für Frauen. Männer dagegen haben aufgrund von Beziehungsstress insgesamt ein höheres Sterblichkeitsrisiko – um 50–100 % innerhalb von 11 Jahren! All das wollen wir natürlich nicht, und deshalb gibt’s hier unsere 10 besten Tipps für eine entspanntere Beziehung.

Tipp Nr. 1: Offen und verständnisvoll miteinander reden

Du ahnst es bereits: Kommunikation ist auch in Sachen Stress das A und O. Höre deinem Partner zu und lass ihn ausreden. Zeige Verständnis für seine Gefühle, auch wenn du seine Stressfaktoren selbst nicht nachvollziehen kannst. Um ihn besser zu verstehen, kannst du nachfragen – widerstehe jedoch der Versuchung, ihm sofort Lösungsvorschläge zu liefern. Manchmal geht es einfach nur darum, dass jemand liebevoll zuhört.

Tipp Nr. 2: Achtsam bleiben

Wenn wir gestresst sind, übernimmt unser „lizard brain“ – der Teil unseres Gehirns, der nicht wirklich denkt, sondern einfach reagiert. Schnell haben wir dann etwas Unbedachtes gesagt und tiefe Wunden hinterlassen. Damit euch das nicht passiert, nehmt euch lieber eine Auszeit, bevor ihr die Kontrolle über eure Emotionen verliert. Wenn ihr euch abgekühlt habt, legt gemeinsam fest, was euch wichtig ist und worüber ihr sprechen wollt. Vergesst dabei nicht: Es geht um euch, eure Liebe und eure Beziehung.

Tipp Nr. 3: Gemeinsam nach Lösungen suchen

Auch wenn „nur“ einer von euch Stress hat, betrifft euch das immer beide. Deswegen solltet ihr euch auch beide um eine Lösung bemühen. Überlegt zusammen, wie ihr einander entlasten könnt und welche Hilfen – auch von außen – ihr in Anspruch nehmen wollt. Ganz konkrete Pläne für bestimmte Aufgaben können ebenfalls helfen, ebenso wie fest eingeplante Ich-Zeiten.

Tipp Nr. 4: Versöhnung anstreben

Es ist so leicht, im „Ich habe aber recht!“-Modus zu bleiben, nicht wahr? Das kennen wir alle. Doch letztendlich zählt, dass ihr euch liebt und dass ihr wieder in einen liebevollen Kontakt miteinander kommt. Dazu genügt es häufig, wenn ein Partner den ersten Schritt macht und zur Versöhnung einlädt. Wenn du es schaffst, das Rechthaben beiseite zu lassen und deinem Partner wohlwollend und verständnisvoll gegenüber zu treten, kannst du meist im Alleingang euren Konflikt auflösen.

Tipp Nr. 5: Kompromisse eingehen

Es geht nicht darum, einem von euch die Schuld für den Stress in eurer Beziehung zuzuschieben. Es geht überhaupt nicht um Schuld, sondern um Bedürfnisse. Auch wenn ihr die Bedürfnisse des jeweils anderen nicht genau versteht, ist es dennoch wichtig, Kompromisse zu finden, mit denen ihr beide euch gut fühlt. Wenn einer sich ständig benachteiligt fühlt, landet ihr schon bald erneut im Stress.

Tipp Nr. 6: Sich gegenseitig bestärken

Wünschst du dir, dass dein Partner dein größter Fan wäre? Dich bejubeln, bestärken, loben und deine Erfolge feiern würde? Toll – wenn ihr das füreinander sein könnt, habt ihr wahrscheinlich wenig Stress in eurer Beziehung. Aber Hand aufs Herz: Wie sehr bist du der größte Fan deines Partners?

Tipp Nr. 7: Zweisamkeit bewusst planen

Wie oft nehmt ihr euch wirklich bewusst Zeit für eure Partnerschaft? Ein ganz heißer Tipp gegen Stress in der Beziehung sind regelmäßige – fest eingeplante – Paarzeiten. Diese könnt ihr für lustvollen Sex nutzen oder auch einfach, um gemeinsam die Wohnung zu streichen. Wichtig ist, dass diese Zeit eure Zeit ist und nicht durch andere Termine, Anrufe, Verpflichtungen etc. von außen gestört wird.

Tipp Nr. 8: Körperliche Nähe genießen

Vertrauter Körperkontakt macht Stress ganz schnell den Garaus. Du weißt wahrscheinlich, dass Sex unheimlich reinigend wirken und euer Stresslevel senken kann – aber auf ähnliche Weise wirken auch Umarmungen. Oder ihr kuschelt euch im Bett ganz nah aneinander und genießt es einfach, den Körper des Partners zu spüren – das hebt den Oxytocin-Spiegel und kann sogar den Blutdruck senken. Besonders wenn ihr oft streitet, kann es eine sehr wirksame Methode sein, einfach still beieinander zu liegen, ohne zu reden.

Tipp Nr. 9: Eigene Freiräume zulassen

Dieser Punkt kommt in ganz vielen Partnerschaften zu kurz: Ihr seid so gestresst von allen Aufgaben und Verpflichtungen, dass die Partnerschaft nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste geworden ist. Spätestens in dieser Situation müsst ihr euch unbedingt wieder Freiräume schaffen – und zwar auch jeder ganz für sich. Ein Buch lesen, ein Bad genießen oder auch mal wieder vier Stunden einfach stupide zocken – das wirkt Wunder für eure Beziehung.

Tipp Nr. 10: Günstige Bedingungen schaffen

Stress wird nicht nur durch Belastungen von außen begünstigt, sondern auch von vielen alltäglichen Faktoren wie Schlaf, Ernährung, unseren Sozialkontakten etc. An welchen dieser Punkte könnt ihr zusätzlich ansetzen, um eure Beziehung zu entlasten? Eine extra Stunde Schlaf oder eine in Ruhe eingenommene Mahlzeit bewirken bei manchen Menschen wahre Wunder. Du kennst deinen Partner am besten – wie kannst du ihn darin unterstützen, seinen Stress zu reduzieren?

 

Haben dir unsere 10 Tipp gegen Stress in der Beziehung weitergeholfen? Was sollte unsere Community unbedingt noch erfahren? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren.

 

 

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